Home

 

Fabienne braucht dringend Hilfe

Die siebenjährige Fabienne aus Gottmadingen leidet unter einer seltenen Krankheit: Von Geburt an befindet sie sich in einem wach-komatösen Zustand. Helfen kann ihr nur eine spezielle Delfintherapie. Doch die ist teuer. Deshalb hat sich der Verein „Menschlichkeit“ des Falls angenommen – und bittet dringend um Spenden.

http://www.suedkurier.de/storage/scl/xmlios_import/region/kreis-konstanz/gottmadingen/4123661_m1t1w240h240q75v22732.jpg

 

Die siebenjährige Fabienne und die Mitglieder vom Verein „Menschlichkeit“, hier Achim Bruttel (zuständig für operative Belange der „Fundgrube“), haben sich angefreundet. Jetzt ruft der Verein zum Spenden auf.

Foto: Südkurier

Die Krankheit, unter der die kleine Fabienne leidet, ist ungewöhnlich: Sie nimmt ihre Umwelt zwar wahr, reagieren kann sie jedoch nicht. Eine Delfintherapie in der Türkei könnte diesbezüglich einiges ändern. Im Zusammenspiel mit den Meeresbewohnern soll das Gehirn des kleinen Mädchens stimuliert werden und neue Impulse erhalten. Ganz billig ist die Therapie mit knapp 6000 Euro aber nicht.

Daher hat sich der Gottmadinger Verein „Menschlichkeit“ eingeschaltet. Über Fabiennes Oma ist der Kontakt zu dem Mädchen und seiner Familie zustande gekommen. Die kaufte regelmäßig in der Gottmadinger „Fundgrube“, dem Laden, den der Verein seit einigen Jahren betreibt, ein. Das Schicksal der kleinen Fabienne hat die Vereinsmitglieder sofort berührt, wie Dieter Schacht, zuständig für die finanziellen Belange der „Fundgrube“, darstellt: „Wir haben Fabienne einen Rollstuhl und eine Gehhilfe organisiert. Und dann ist sie öfter in unserem Geschäft vorbeigekommen.“

Schnell stand für den Verein „Menschlichkeit“ fest: Hier muss unbedingt geholfen werden. Daher riefen die Mitglieder eine Spendenaktion für die kleine Fabienne ins Leben. Der Erfolg des Ganzen ist bisher allerdings eher bescheiden: „Wir haben etwa 1800 Euro zusammen bekommen“, rechnet Dieter Schach vor. Das sei eindeutig zu wenig, gemessen an der Bedeutung. Denn: Es gehe ja um die Zukunft eines kleinen Kindes, darum, die kleine Fabienne noch stärker als bisher ins alltägliche Leben zu integrieren. Da sei jeder noch so kleine Beitrag ein großer Schritt nach vorne.

Beim Verein „Menschlichkeit“ wird das Thema Hilfe seit seiner Gründung groß geschrieben. Um zusätzlich zum Spendenaufkommen weiteres Geld für ihre Arbeit zu verdienen, übernahmen die Mitglieder vor zwei Jahren einen Laden in der Poststraße, renovierten ihn in Eigenleistung und richteten ein Geschäft für gebrauchte Haushaltswaren aller Art ein. Das Kind bekam den treffenden Namen „Fundgrube“. Geführt wird der Laden von einem fünfköpfigen Team, das auf ehrenamtlicher Basis arbeitet.

Entwickelt hat sich die „Fundgrube“ bislang ganz ordentlich. Doch Dieter Schach und seine Mitstreiter sehen einiges Potenzial. Ab März sollen daher die Öffnungszeiten auf den ganzen Tag erweitert werden. Die zusätzlich benötigten ehrenamtlichen Helfer werden dem Verein „Menschlichkeit“ von der Arbeiterwohlfahrt (AWO) zur Verfügung gestellt, erklärt Achim Bruttel, zuständig für das operative Geschäft in der „Fundgrube“.

Und auch ein weiteres Standbein will sich der Verein aufbauen. Das engagierte Team wird sich auf absehbare Zeit verstärkt im Bereich Wohnungsräumungen betätigen. Auch hierfür wurden von der AWO bereits zusätzliche Arbeitskräfte in Aussicht gestellt.

Die Ideen gehen „Menschlichkeit“ e.V. also nicht aus – ebenso wenig wie die Hilfsprojekte. Es gebe eben viele Vorhaben, wo es sich zu helfen lohne, sind sich die Mitglieder einig. Und oftmals muss man gar nicht in die Ferne schweifen. Denn Hilfe wird häufig gerade vor der eigenen Haustür benötigt. Das zeigt der Fall der kleinen Fabienne in aller Deutlichkeit.