|
|
Fabienne braucht dringend Hilfe
Die siebenjährige
Fabienne aus Gottmadingen leidet unter einer seltenen Krankheit: Von
Geburt an befindet sie sich in einem wach-komatösen Zustand. Helfen
kann ihr nur eine spezielle Delfintherapie. Doch die ist teuer.
Deshalb hat sich der Verein „Menschlichkeit“ des Falls angenommen –
und bittet dringend um Spenden.

Die siebenjährige
Fabienne und die Mitglieder vom Verein „Menschlichkeit“, hier Achim
Bruttel (zuständig für operative Belange der „Fundgrube“), haben
sich angefreundet. Jetzt ruft der Verein zum Spenden auf.
Foto: Südkurier
Die Krankheit, unter
der die kleine Fabienne leidet, ist ungewöhnlich: Sie nimmt ihre
Umwelt zwar wahr, reagieren kann sie jedoch nicht. Eine
Delfintherapie in der Türkei könnte diesbezüglich einiges ändern. Im
Zusammenspiel mit den Meeresbewohnern soll das Gehirn des kleinen
Mädchens stimuliert werden und neue Impulse erhalten. Ganz billig
ist die Therapie mit knapp 6000 Euro aber nicht.
Daher hat sich der
Gottmadinger Verein „Menschlichkeit“ eingeschaltet. Über Fabiennes
Oma ist der Kontakt zu dem Mädchen und seiner Familie zustande
gekommen. Die kaufte regelmäßig in der Gottmadinger „Fundgrube“, dem
Laden, den der Verein seit einigen Jahren betreibt, ein. Das
Schicksal der kleinen Fabienne hat die Vereinsmitglieder sofort
berührt, wie Dieter Schacht, zuständig für die finanziellen Belange
der „Fundgrube“, darstellt: „Wir haben Fabienne einen Rollstuhl und
eine Gehhilfe organisiert. Und dann ist sie öfter in unserem
Geschäft vorbeigekommen.“
Schnell stand für den
Verein „Menschlichkeit“ fest: Hier muss unbedingt geholfen werden.
Daher riefen die Mitglieder eine Spendenaktion für die kleine
Fabienne ins Leben. Der Erfolg des Ganzen ist bisher allerdings eher
bescheiden: „Wir haben etwa 1800 Euro zusammen bekommen“, rechnet
Dieter Schach vor. Das sei eindeutig zu wenig, gemessen an der
Bedeutung. Denn: Es gehe ja um die Zukunft eines kleinen Kindes,
darum, die kleine Fabienne noch stärker als bisher ins alltägliche
Leben zu integrieren. Da sei jeder noch so kleine Beitrag ein großer
Schritt nach vorne.
Beim Verein „Menschlichkeit“
wird das Thema Hilfe seit seiner
Gründung groß geschrieben. Um
zusätzlich zum Spendenaufkommen
weiteres Geld für ihre Arbeit zu
verdienen, übernahmen die
Mitglieder vor zwei Jahren einen
Laden in der Poststraße,
renovierten ihn in Eigenleistung
und richteten ein Geschäft für
gebrauchte Haushaltswaren aller
Art ein. Das Kind bekam den
treffenden Namen „Fundgrube“.
Geführt wird der Laden von einem
fünfköpfigen Team, das auf
ehrenamtlicher Basis arbeitet.
Entwickelt
hat sich die „Fundgrube“ bislang
ganz ordentlich. Doch Dieter
Schach und seine Mitstreiter
sehen einiges Potenzial. Ab März
sollen daher die Öffnungszeiten
auf den ganzen Tag erweitert
werden. Die zusätzlich
benötigten ehrenamtlichen Helfer
werden dem Verein
„Menschlichkeit“ von der
Arbeiterwohlfahrt (AWO) zur
Verfügung gestellt, erklärt
Achim Bruttel, zuständig für das
operative Geschäft in der
„Fundgrube“.
Und auch ein
weiteres Standbein will sich der
Verein aufbauen. Das engagierte
Team wird sich auf absehbare
Zeit verstärkt im Bereich
Wohnungsräumungen betätigen.
Auch hierfür wurden von der AWO
bereits zusätzliche
Arbeitskräfte in Aussicht
gestellt.
Die
Ideen gehen „Menschlichkeit“
e.V. also nicht aus – ebenso
wenig wie die Hilfsprojekte. Es
gebe eben viele Vorhaben, wo es
sich zu helfen lohne, sind sich
die Mitglieder einig. Und
oftmals muss man gar nicht in
die Ferne schweifen. Denn Hilfe
wird häufig gerade vor der
eigenen Haustür benötigt. Das
zeigt der Fall der kleinen
Fabienne in aller Deutlichkeit.
|

 |
|